“Leipzig liest” auf dem Mediencampus – Kleine Nachlese
Beitrag erstellt: 17. März 2009, 11:23Mehr als 300 Besucher erleben Literatur zum Anfassen
Es ist der ganz besondere Reiz des beliebten Leipziger Lesefestes, das die mehr als 1.900 Lesungen und Events Literatur hautnah erfahrbar machen. Der Mediencampus Villa Ida beteiligte sich in diesem Jahr mit drei Veranstaltungen, die auf großes Interesse stießen. Mehr als 300 Gäste besuchten die Lesungen mit Petros Markaris, Monika Zimmermann und Daniela Dahn. Damit endete nicht nur die Leipziger Buchmesse mit einem neuem Besucherrekord.
Der Grieche Petros Markaris stellte seinen neuen Kriminalroman “Die Kinderfrau” (Diogenes) vor. Im Gespräch mit Frank-Thomas Suppé, Leiter des MDR-BildungsCentrums, gab der 72Jährige zudem launige Einblicke in sein Leben und Werk.
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, ließ es sich nicht nehmen, das neue Buch seiner Regierungssprecherin Monika Zimmermann persönlich vorzustellen. In dem Reportageband “Honecker bläst zur Hasenjagd” (Hohenheim Verlag) versammelt die eingefleischte Journalistin, die 1987 für die F.A.Z. als Korrespondentin nach Ost-Berlin ging, ihre Erlebnisse aus der Zeit der politischen Wende in der DDR.
Auch Daniela Dahn, Börne-Preisträgerin und engagierte Publizistin, schilderte ihre persönliche Sicht auf den Herbst 1989 und den Prozeß der Wiedervereinigung Deutschlands. In ihrem im Mai erscheinenden Essay-Band “Wehe dem Sieger! Ohne Osten kein Westen” (Rowohlt) setzt sich die Mitherausgeberin der Wochenzeitung “der FREITAG” angesichts der spürbaren Politikverdrossenheit für den stärkten Einsatz plebiszitärer Elemente nach dem Vorbild der Schweiz ein.
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